Textfeld:  Angler schlagen Alarm: Fische ersticken qualvoll

Umwelt Große Sorgen wegen geplanter Weservertiefung – Zuwässerung sei unverzichtbar

Der Gewässerwart des Fischereivereins, Michael Schiller, mit einem verendeten Zander im Hayenschloot bei Iffens. BILD: FISCHEREIVEREIN  Bild vergrößern

AUCH DIE PACHTGEWÄSSER DER ANGLER SIND AUF ZUWÄSSERUNG ANGEWIESEN. ZU HOHER SALZGEHALT BEREITET GROßE PROBLEME.

VON HORST LOHE

BUTJADINGEN/IFFENS - Der Butjadinger Fischereiverein von 1935 schlägt Alarm. Die Probleme der Zuwässerung betreffen auch ihre Pachtgewässer, die mit der Zuführung von Süßwasser aus der Weser versorgt werden. „Denn ohne Zuwässerung keine Fische“, beklagt Hans-Helmut Petter, 1. Vorsitzender des Vereins.

Wie berichtet, hat der Entwässerungsverband Butjadingen am 23. August wegen zu hohen Salzgehalts im Weserwasser die Notbremse gezogen und die Zuwässerung erstmals ganz gestoppt. Die Ursachen erhöhten Salzgehalts sieht der Verband in Vertiefungen der Weser und befürchtet weitere Problemverschärfungen durch die geplante Unterweservertiefung.

In einem Interview mit der
NWZ (Ausgabe vom 24. Oktober) hat Verbandsvorsteher Jan Dunkhase die Probleme deutlich gemacht und nachhaltige Lösung gefordert.

Auch dem Fischereiverein macht die Weservertiefung große Sorgen: „Nicht nur der Salzgehalt ist für die Fischfauna und die Gewässerökologie problematisch, sondern auch der Mehreintrag von Schlick und Sedimenten“, so Vorsitzender Petter.

Die Angler sind schockiert über ein großes Fischsterben, das es jetzt im Nebentief Hayenschloot bei Iffens gegeben habe. Dieses Nebentief wird vom Butjadinger Zuwässerungskanal gespeist.

Hans-Helmut Petter. „Eine unglaubliche Anzahl von Edel- und Weißfischen ist aus bisher ungeklärten Gründen verendet. Sauerstoffmangel ist ohne Zweifel maßgebend. Die weit aufgerissenen Kiemendeckel der Fische sprechen eine deutliche Sprache. Das ist eine Katastrophe.“

Guter Zanderbestand sei für mindestens die nächsten fünf Jahre ausgerottet. Der Entwässerungsverband Butjadingen als Verpächter habe sofort Hilfe angeboten und noch am selben Tag für frisches Wasser gesorgt. „Aber dass dies kein Dauerzustand sein kann, liegt in beiderseitigem Interesse“, so Petter.

 

 

 
 

 

 

 

 


Kleinster Teilnehmer macht den größten Fang

FERIENPASS Butjadinger Fischereiverein erklärt Kindern das Angel-ABC am Inselsee

Stolze Nachwuchsangler: Die Ferienpass-Kinder präsentieren die gefangenen Fische und ihre Urkunden.

NORDENHAM/KLEINENSIEL - Zum Ferienpass-Angeln am Inselsee in Kleinensiel hat jetzt der Butjadinger Fischereiverein Nordenhamer Kinder eingeladen. Bei Sonnenschein und blauem Himmel nahmen rund 40 Mädchen und Jungen dieses Angebot wahr. Zusammen mit 20 Betreuern erkundeten sie die Natur und das Gewässer.

 

Am Anfang stand dabei die Einteilung der Kinder in Gruppen. Danach ging es direkt an den Inselsee. Besonderen Spaß hatten die Kinder dabei zunächst mit den Madenködern, die sie immer wieder über ihre Hände krabbeln ließen. Nachdem alle Köder schließlich an den Angeln befestigt waren, begann das Warten. Gespannt fieberten die Ferienpasskinder ihrem ersten Fang entgegen. Um ihnen die Wartezeit zu verkürzen versorgten die Betreuer die Teilnehmer mit Getränken und Süßigkeiten.

 

Das geduldige Ausharren hatte sich am Ende für alle gelohnt: Stolz präsentierten die Kinder ihre gefangenen Fische. „Alle waren erstaunt darüber, was für schöne Fische in unseren einheimischen Gewässern schwimmen", berichtet Jörg Lange, 1. Jugendwart des Vereins.

 

Als Kuriosum am Rande hatte ausgerechnet der kleinste Teilnehmer den größten Fisch gefangen. Er bekam von Jörg Lange einen Pokal als Belohnung. Daneben erhielten jedes Ferienpass-Kind eine Urkunde und als Geschenk einen Gummi-Twister.

 Das Ferienpass-Angeln klang in gemütlicher Runde am Grill mit Bratwurst, Salaten, Wassermelonen und Götterspeise aus. „Wir konnten feststellen, dass alle Teilnehmer einen schönen Tag verbracht hatten. Nochmals Danke an alle Jugendlichen und an die erwachsenen Helfer, ohne die diese Veranstaltung nicht gelungen wäre", sagt Jörg Lange.